Ich bin da, hurra hurra!

Was war das nur für ein Tag. Angefangen hat er mit Schnell. Viel Schnee. Einer ganzen Nacht voller Schnee! Und der Autofahrt zum Flughafen, womit ein kleiner Nervenzusammenbruch fast schon vorprogrammiert war. Zum Glück lief das aber glatt (nicht wortwörtlich), sodass ich nach dem tränenreichen Abschied von meinen Eltern schnell einchecken und in Richtung London abheben konnte. Der Flug war auch ganz entspannt, da wir anscheinend einen super Piloten abbekommen haben. Ganz so ruhig lief es bei den aus Düsseldorf kommenden Mädels aber leider nicht ab. Da war anscheinend jemand auf Krawall aus und hat einen anderen Mann im Flieger als Terroristen beschimpft, sodass für jegliches Handgepäck erst noch einmal die Besitzer abgefragt werden musste, einfach der Sicherheit wegen. Dadurch waren die armen so spät in London, dass sie den Bus zum Flieger wirklich nur haarscharf bekommen haben. Zum Glück, sonst hätte ich meine Tascha gar nicht knuddeln können und im Flieger nach New York wäre der Sitz neben mir auch leer gewesen!

Aber auch bei mir war die Zeit in London sehr knapp! Natürlich hatte ich das Pech, dass mein Handgepäck an der Security rausgefischt wurde. Da die Mitarbeiter dort grad auch noch ihren Schichtwechsel hatten, musste ich ewig auf die Kontrolle warten und wurde wirklich unruhig! Den Flieger zu verpassen war echt das letzte, was ich gebraucht hätte. Außerdem war mein Koffer millimetergenau gepackt, was das Schließen nach der Kontrolle, die dann irgendwann doch mal stattfand, wirklich schwer machte und nur mit Hilfe eines Mitarbeiters ging.

Endlich im Flugzeug angekommen hielt unsere Pechsträhne leider immer noch an. Kurz nach dem Start in London schlug doch ernsthaft ein Blitz in den Flügel auf unserer Seite ein. Könnt ihr euch vorstellen, wie wir uns erschrocken haben? Ich dachte, dass wir ein Triebwerk verloren haben! Das, gepaart mit einer eh schon vorhandenen Flugangst, versetzte mich wirklich in Panik! Ein paar Minuten später kam eine Stewardess zu uns, die wir dann erst mal fragen konnten, was überhaupt passiert ist. Sie sagte uns, dass so etwas fast täglich passieren würde und natürlich könnt ihr euch denken, dass uns das nicht gerade beruhigt hat..

Nach fast 8 Stunden, vielen angefangenen Filmen und tollen Ausblicken über Kanada und Neufundland (Bilder gibt’s später) kamen wir endlich (und vorallem HEIL) in Newark an. Tascha und ich waren darüber mehr als froh, nach diesem Start in London. Die Pass- und Viakontrolle ging sehr schnell, sodass wir flott unsere Koffer abholen gehen konnten, die zum Glück alle angekommen sind. Von der Agentur hatten wir Anweisungen bekommen, wo wir auf unseren Fahrer warten sollten, und nach ein paar Minuten Wartezeit stand er dann mit einer Namensliste und guter Laune vor uns. Seine eigenen Witze mochte er anscheinend sehr gern..

Die einstündige Fahrt zum Campus war dann fast noch anstrengender, als der Flug. Uns war extrem kalt, da wir dank des strömenden Schneeregens  während des Einsteigens in den Bus alle einmal von oben bis unten nass geworden waren. Zum Glück konnten wir aber schlafen – wir waren wirklich erschöpft. Der Fahrer wies uns zwischendurch auf die nahende Brooklyn Bridge hin, aber ich hab die Augen gar nicht mehr aufbekommen. Für die Brücke bleibt uns ja auch noch mehr als genügend Zeit!

Aber nun sind wir hier – in der Training School. Einem alten Campus irgendwo auf Long Island. Bisher ist es gar nicht so schlimm. Natürlich sind die Zimmer kein Luxus & die Betten sicherlich sehr geräuschvoll (dank Gummibezug der Matratzen), aber wir sind nur ein paar Tage hier und nicht aus Zucker, als was soll’s! Wir haben WLAN im Zimmer, das ist schon sehr viel wert, haha!

Jetzt werde ich noch ein paar Stunden schlafen & dann geht’s morgen mit unserem Unterricht los.

Never shake a baby!

Gute Nacht.

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