Samstag war einer dieser Tage, von denen man gar nicht fassen kann, dass sie wirklich passiert sind.
Zuerst einmal konnte ich nicht glauben, dass mein Wecker um 4.15 Uhr klingelte. Die Nacht zuvor war wirklich schrecklich, ich hab mich nur rumgewälzt und es kam mir vor, als wär ich die ganze Zeit nur im Halbschlaf gewesen… Aber dank meiner Vorfreude kam ich recht leicht aus dem Bett und wurde dann eine Stunde später von Claudia und Maresa abgeholt, bevor es zum Bahnhof ging. Der Zug fuhr um 5.42 Uhr und ich glaube, dass die Menschen in ihm (Männerquote von 99% würde ich mal behaupten) ziemlich sauer auf uns waren 😀 Wir hatten nämlich trotz aller Frühe schon richtig gute Laune und haben verdammt viel gelacht! Ich persönlich war wirklich richtig aufgeregt, einerseits weil ich wusste, was der Tag bedeutet, andererseits aber überhaupt nicht wusste, was auf uns zukommt.
Von der Grand Central ging es mit der Ubahn erst zum Times Square und von dort aus zur Houston Street, von wo aus der Pier40 dann recht schnell zufuß zu erreichen war! Natürlich waren wir nicht die ersten dort, wie wir schon vermutet hatten. So ca 50-100 Leute (ich bin nicht gut im Schätzen!) waren schon dort, wodurch ich nochmal richtig froh war, dass wir den inneren Schweinehund überwunden hatten und früh aufgestanden waren.
Für alle, die gar nicht wissen, WO wir denn überhaupt waren: es fand der Celebrity Beach Bowl statt! Das ist ein jährliches Event, welches der TV-Anbieter DirecTV in der Stadt abhält, in der der Super Bowl stattfindet. Das Event ist eins der größten Vor-Veranstaltungen vom Super Bowl und anscheinend hat sich das recht gut rumgesprochen, es wurden nämlich minütlich immer mehr Leute in der Schlange, in der wir uns dann die nächsten 4 Stunden aufhielten.. Eigentlich sollte der Einlass um 10 Uhr beginnen, aber das verzögerte sich leider bis 11.15 Uhr – das war wirklich richtig mies! Mir taten die Füße schrecklich weh (vor Kälte!) und die anderen beiden Mädels brauchten so dringend eine Toilette.

Aber zum Glück ging der Einlass auf das Gelände an sich dann erstmal recht zügig, sodass wir unsere Wehweh’chen bald los wurden. Am Pier40 ist normalerweise ein riesen Football Feld, welches aber für den Beach Bowl ein bisschen umgestaltet wurde. In der Mitte haben sie ein RIESEN Zelt aufgebaut und darin tonnenweise Beach Sand aufgeschüttet. Echt cool! Und ringsrum war eine Meile aufgebaut, wo es Essen, trinen und so eine Art Jahrmarktspiele gab, unter anderem auch von anderen TV Sendern & Z100, einem NYer Radiosender. Dort mussten wir uns dann noch ca. eine Stunde aufhalten, wo wir schon gemerkt haben, dass der Einlass irgendwie schlecht organisiert ist, weil niemand wusste, wer welchen Eingang benutzen muss.

Wir hatten in der Warteschlange alle Armbänder bekommen, unseres war blau & es stand „Brooklyn“ drauf, niemand hat uns aber erklärt, was das bedeutet. Somit standen irgendwann alle vorm großen Haupteingang vom Zelt, wo aber „VIP“ dran stand. Leider konnte uns aber niemand sagen, wo die „Nicht-VIPs“ reingelassen werden. Erst, als dann der VIP Eingang geöffnet wurde, sagte man uns, wo wir hinmüssten. Also sind wir zu dem richtigen Eingang gelaufen, wo wir dann aber auch wieder eine Weile standen. Dann hieß es, dass der Einlass beginnt & alle, die ein blaues Amrband hatten (so um die 200 Leute schätze ich) stürmten natürlich los.. Leider war das ein recht schmaler Durchgang und zu allem Übel standen mitten im Weg 3 Bänke, wo ein Tisch dran ist, also so eine Art Bierbank, nur aus Metall – stellt euch das mal vor, wie gefährlich das ist! Wir mussten über die Bänke steigen, um überhaupt zur Tür zu kommen, so eine Frechheit. Da haben wir wirklich kurz Angst bekommen, dass uns was passiert. Wir 3 haben uns nur versucht an den Händen festzuhalten, damit wir uns nicht auch noch verlieren.
Irgendwann hatten wir es dann aber doch geschafft & durften auf der Tribüne Platz nehmen! Als Überraschung gab es für jeden eine Kappe vom NYPD! Die Promis haben (logischerweise) in 2 Teams gegeneinander gespielt. Ein Team für die New Yorker Polizei, das andere Team für die Feuerwehr. Und wir waren sozusagen die Fans für das Polizei-Team 😀 Echt gut!


Ganz bald fing dann auch endlich das Spiel an, wo wir die ganzen Schauspieler und Models und Sportler (usw) sehen konnten – das war SO cool! Vorallem weil dort zB 4 meiner liebsten Serien-Schauspieler dabei waren – Chace Crawford (Gossip Girl), Shay Mitchell (Pretty Little Liars), Nina Dobrev (Vampire Diaries) & Scott Porter (Hart Of Dixie)! Ansonsten waren dort noch Peter Facinelli (Carlisle, der Vater von Edward in Twilight), Joe Montana, Jesse Palmer, Tracy Morgan, Hannah Davis, Chrissy Teigen, Dr. Oz, Serena Williams.. Und ganz viele andere!
Ich hab auch mal ein paar Sekunden gefilmt, damit ihr mal eine Vorstellung davon habt, was da so los war:

Das Highlight für mich (oder uns) kam natürlich aber erst so richtig nach dem Spiel… Erstmal hat mich aber die Ungewissheit genervt, weil uns niemand so richtig Infos gegeben hat, was das Konzert angeht. Wo es stattfindet (ob im Zelt oder nicht) und sowas alles.. Aber irgendwann haben sie dann durchgesagt, dass wir runter auf’s Feld kommen können – YES! Also musste ich leider auch mal drängeln, mein Ziel war nämlich die erste Reihe vor der Bühne! Und ratet mal – ich hab’s wirklich geschafft! ERSTE REIHE! Bei Paramore, meiner absoluten Lieblingsband.. Ihr glaubt gar nicht, wie viel mir das bedeutet hat, mal SO nah dran zu sein.. Ich war so glücklich! Das Konzert war ca. eine Stunde lang und grandios! Wirklich toll, aber ich hab gar nichts anderes erwartet! Einfach toll.


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Gegen 17 Uhr war die ganze Veranstaltung ca. vorbei & ich fertig mit der Welt! Auf eine gute Art & Weise 😉 Das Lächeln kam mir gar nicht mehr aus dem Gesicht!
Maresa & ich waren dann noch ein bisschen in Midtown, Times Square ( wo der echte Super Bowl Pokal ausgestellt war) & danach in einem Starbucks auf der 5th, wo wir noch ein bisschen mit den Mitarbeitern gequatscht haben. Um 19 Uhr waren dann aber auch wir beiden müde und somit ging es in den Zug zurück nach Scarsdale. Dort wurden die Kinder mal von einer anderen Babysitterin betreut, ich hatte ja frei bekommen für den Tag. Zum Glück, die haben wieder voll freigedreht. Da tat es doppelt so gut, mich ins Bett zu legen 😉 Ich war wirklich extrem fertig – nach so einem (wundervollen!) Tag aber auch kein Wunder!

Mehr Fotos gibts vielleicht morgen 😉

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