Irgendwie doch schneller als gedacht war ich nun wieder hier – Zuhause. Wie oft ich mir das gewünscht hatte, ihr wisst es ja selbst, zumindest die unter euch, die hier regelmäßig mitgelesen haben.
Aber so richtig “Zuhause” ist man irgendwie nicht sofort, zumindest war es bei mir so. Die Umgebung ist zwar noch dieselbe, aber man selbst hat sich sehr verändert. Natürlich gewöhnt man sich irgendwie wieder ein, aber es ist nie wieder wie vorher, darüber muss man sich wirklich bewusst sein, bevor man so ein Jahr im Ausland antritt.

Ich habe erst einmal eine ganze Weile gebraucht, um hier anzukommen. Der Jetlag war wirklich eine Tortur, abends konnte ich nie einschlafen und am nächsten Tag war ich bis zum Nachmittag nicht ansprechbar. Auch ans Essen muss ich mich gewöhnen, wobei ich ja froh darüber bin, jetzt nicht mehr jeden zweiten Tag irgendwas mit Pasta vorgesetzt zu bekommen. Was meint ihr, wie ich den ersten Veggiedöner genossen hab!

Besonders schwer fiel es mir, mit der deutschen Mentalität klar zu kommen. Der Unterschied zur amerikanischen ist deutlich spürbar, plötzlich sind nicht mehr alle dauerhaft nett! Deutschland und Amerika sind da einfach ein Ding für sich.

Jetzt geht’s für mich aber trotzdem wieder hier weiter. Ab Oktober will ich studieren, bin deshalb jetzt fleißig am bewerben. Mal sehen, wo es mich schlussendlich hinführen wird (ich bin selbst unheimlich gespannt!). Bis dahin vertreib ich mir die Zeit und Geldnot an einer Supermarkt Kasse, ich glaube, die Erfahrung muss jeder von uns eh früher oder später machen. Es ist absolut kein Traumjob, aber es sind ja auch nur ein paar Monate.

Oft werde ich jetzt gefragt, ob ich das alles noch einmal machen würde, ein weiteres Mal als Au Pair in die USA gehen. Und jedes Mal ist meine Antwort ein ganz klares JA. Warum sollte ich auch nein sagen? Klar war’s nicht immer leicht, nicht immer schön und nicht immer so, wie ich es mir vorgestellt hab. Aber wenn man mal drüber nachdenkt, dann hab ich so viele Erfahrungen gesammelt, vor Allem auch positive. Hab liebe Menschen kennengelernt, tolle Orte gesehen, soviel gelernt, auch über mich selbst. Wer würde sowas missen wollen.

Und wisst ihr, was das Tollste für mich ist? Dass ich allen, die immer gesagt haben, ich würde das Jahr nicht durchhalten, jetzt ins Gesicht lachen kann & gezeigt habe, dass ich das eben doch kann. Middlefinger up!
Genau deshalb steht jetzt auch ein neuer Satz oben im Header.
“They told me I couldn’t, so I did.” – Sie haben mir gesagt ich kann’s nicht, also hab ich es gemacht. 
So einfach ist das.

Den Blog werde ich natürlich auch in Zukunft weiterführen. Leider wohl nicht mehr mit täglichen Updates, aber ich würde mein gesammeltes Wissen so gern an die unter euch weitergeben, die diese ganze Reise noch vor sich haben. Haltet also die Augen offen und schaut öfter mal rein!

Abschließend möchte ich euch danke sagen, für die ganze Unterstützung. Jeder einzelne Leser unter euch ist echt spitze!

Danke Danke Danke!

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